KASTRATION

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Bei der Kastration einer Hündin werden durch einen chirurgischen Eingriff die Eierstöcke und evtl. die Gebärmutter entfernt. Hierdurch wird die Hündin nicht mehr läufig und kann nicht ungewollt trächtig werden.

Darüber hinaus gibt es zwei gesundheitliche Vorteile:

  1. Die Entstehung von Gebärmutterentzündungen und –vereiterungen wird mit hoher Sicherheit verhindert.
  2. Die Gefahr des Auftretens von Gesäugetumoren kann deutlich reduziert werden, insofern die Kastration vor der zweiten Läufigkeit erfolgt.

Da eine Hündin zumindest einmal läufig werden sollte, liegt unter diesen Gesichtspunkten der beste Zeitpunkt für eine routinemäßige Kastration somit zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit.

Aufgrund einer oftmals höheren Blutungsneigung um den Zeitpunkt der Läufigkeit herum, sollte der Eingriff nach Möglichkeit ca. 3 Monate nach der Läufigkeit durchgeführt werden. Dies gilt auch dann, wenn die Operation erst später im Leben erfolgt. Eine Ausnahme bilden hier selbstverständlich notfallmäßige Kastrationen, z. B. bei Vorliegen einer Gebärmuttervereiterung (Pyometra).

Dieser Text wird noch erstellt. Sollten Sie spezifische Fragen haben, vereinbaren Sie gern einen Beratungstermin mit uns.

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Bei der Kastration handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der in Vollnarkose durchgeführt werden muss.

Durch die hormonelle Umstellung neigen viele Tiere nach der Kastration zu Übergewicht, insofern die Ernährung nicht rechtzeitig angepasst wird. Durch spezielle Futtermittel für kastrierte Tiere ist dies jedoch sehr gut und ohne Hungergefühl machbar.

Insbesondere bei großen Hündinnen kann es, wenn auch recht selten und oft auch erst nach Jahren, zu einer Harninkontinenz kommen. In der Regel lässt sich diese bei kastrierten Hündinnen medikamentell sehr gut kontrollieren.

Häufig beobachtet man außerdem nach der Kastration Fellveränderungen (Ausbildung eines „Welpenfells“), was besonders bei langhaarigen Hunden auffällig wird. Abgesehen von einem vielleicht etwas größeren Aufwand bei der Fellpflege handelt es sich hierbei aber lediglich um einen optischen Aspekt.

Für Rüden besteht die Möglichkeit der zeitlich begrenzten „Kastration“ durch die Implantation eines Hormonchips. Dieser wird – ähnlich wie der Mikrochip mit der Kennnummer – mit einer etwas dickeren Kanüle unter die Haut gesetzt. Außer bei sehr ängstlichen oder wehrhaften Hunden kann dies ohne Narkose erfolgen. Nach ungefähr einem Monat ist der Rüde dann hormonell so weit heruntergefahren, dass er sich ähnlich verhält wie ein chirurgisch kastrierter Rüde. Er ist mit recht großer Wahrscheinlichkeit zeugungsunfähig, allerdings besteht ein kleines Restrisiko, dass er eine läufige Hündin doch noch decken kann.

Der häufigste Einsatz ist die „Kastration auf Probe“, wenn Unsicherheit darüber besteht, ob das Verhalten des Rüden durch eine Kastration tatsächlich so moduliert werden kann wie erhofft. Durch den Kastrationschip hört ein Rüde, der durch seine Triebhaftigkeit zuvor nicht ansprechbar war, nicht plötzlich aufs Wort, kann aber wieder ansprechbar und trainierbar sein. Ein Rüde, der sich gern mit anderen Rüden anlegt, kann umgänglicher werden. Und der Rüde, der ständig liebeskrank ist, wenn er den Duft einer läufigen Hündin in die Nase bekommt, kann wieder zur Ruhe kommen.

Gleichzeitig fährt der Stoffwechsel aber auch so weit herunter, dass ein „gechippter“ Rüde genauso an Gewicht zulegen kann wie ein chirurgisch kastrierter Rüde. Auch hier ist eine Anpassung der Ernährung also anzuraten, um Übergewicht während der Wirkdauer des Kastrationschips zu vermeiden.

Ist man mit der Wirkung des Kastrationschips zufrieden und – noch wichtiger – der Rüde damit entspannt durchs Leben gegangen dann kann gegen Ende der Wirkdauer eine chirurgische Kastration erfolgen oder ein weiterer Chip implantiert werden.

Nach der Kastration sinkt bei fast allen Tieren der Energiebedarf. Durch eine Anpassung der Ernährung direkt nach der Kastration kann einer Gewichtszunahme vorgebeugt werden. Sollten Sie eine Kastration bei Ihrem Hund in Erwägung ziehen, besprechen wir schon im Beratungstermin, wie die Ernährung Ihres Hundes nach der Kastration angepasst werden kann.